DRK Lorsch übte 24 Stunden lang Notfalleinsätze – Unterstützung durch Feuerwehr
Einen Einsatzmarathon erlebten die aktiven Mitglieder des Deutschen Roten Kreuz Lorsch am Samstag, den 18.4.2026. Von 10 Uhr am Samstag bis 10 Uhr am Sonntagmorgen waren verschiedene Einsätze und Szenarien geplant. Insgesamt 30 Übungen hatten die aktiven Mitglieder zu absolvieren – immer unter meist sehr realistischen Bedingungen. Das Ganze richtete sich vor allem an die ehrenamtlichen Einsatzkräfte, die ja sonst nicht so häufig mit solchen Szenarien konfrontiert werden. Doch im echten Notfall müssen auch sie bereit sein zu helfen, ohne Panik die richtigen Abläufe kennen und entsprechende Maßnahmen treffen.
An diesem Übungsmarathon war thematisch alles vertreten von der imaginären Festveranstaltung über einen Verkehrsunfall sowie verschiedene medizinische Notfälle wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, aber auch psychiatrische Notfälle. „Wir versuchen alles möglichst sehr realistisch zu gestalten“, wie Bereitschaftsleiter Tim Herolz erklärte. Bei ihm liefen in der Einsatzzentrale bei der Lorscher Feuerwehr quasi die Fäden zusammen. Hier kamen die Notrufe an und dann musste es schnell gehen, um die jeweiligen Hilfskräfte an den Einsatzort zu delegieren. Ein solches Szenario, vermutlich das an Aufwand und gemessen an der Zahl der Einsatzkräfte größte seiner Art, war wohl das am Samstagnachmittag in der Nähe des Wohnmobilparkplatz in der Odenwaldallee.
Hier wurde ein Verkehrsunfall simuliert – mit einem Fahrzeug auf dem Dach liegend und einem weiteren stark demolierten Auto. In beiden Fahrzeugen befanden sich jeweils zwei Personen, die ständig um Hilfe riefen. Zwei junge Frauen machten ihre Sache richtig gut und brachten den ersten DRK-Betreuer, der versuchte die jungen Damen zu beschwichtigen und zu beruhigen, fast zur Verzweiflung. Immer wieder riefen die mit Kunstblut beschmierten Unfallopfer panisch, sie hätten Schmerzen und man möge sie doch befreien. Aber genau das war ja auch Sinn der Sache – alles möglichst realistisch. Dass das Ganze nur eine Übung war, musste man vorbeifahrenden Radfahrergruppen immer wieder erklären, denn alles wirkte echt. Auch der Einsatz der Lorscher Feuerwehr, die zu Hilfe kam. Zwei Gerätewagen waren angerückt und mithilfe der Rettungsschere konnten die verklemmten Türen geöffnet und die vier jungen „Unfalloper“ dann auch recht schnell aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Im Anschluss gab es dann eine Manöverkritik. Es können Fehler passieren, aber genau daraus lernt man ja bekanntlich für den Ernstfall.
Dieser Einsatz-Marathon (unterstützt auch vom DRK Mörlenbach, dem DRK Worms und den Heppenheimer Maltesern) fand nun bereits zum siebenten Mal statt. Vorbereitet und geplant hatte man diese Aktion bereits seit Ende November. Das DRK Lorsch sammelt übrigens aktuell fleißig Spenden für ein neues Einsatzfahrzeug speziell für die First Responder-Einsätze, also für diejenigen, die meist als erste am Einsatzort sind. Wer hierfür spenden möchte, informiert sich auf der Homepage des DRK-Ortsvereins.





