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Zeckenalarm
Gesundheitsvorträge wurden fortgesetzt..

Seit 2009 besteht nun unsere Vortragsreihe zu verschiedenen gesundheitlichen Themen.

Die DRK-Gesundheitsvorträge sollen zur Aufklärung über Besonderheiten weit verbreiteter Krankheiten beitragen. Die auf Einladung unserer  Ortsvereinigung referierenden Experten informieren Mitglieder und interessierte Bürger regelmäßig über Vorbeugungsmöglichkeiten und geben nützliche Tipps, was nach einem Auftreten der Krankheiten zu tun ist.

Während am vergangenen Mittwoch, den 02.6. 2010 in der DRK-Unterkunft zeitgleich ein DRK Einführungsseminar stattfand,

referierte die Heilpraktikerin Susanne Gebauer, die als Sanitätshelferin beim DRK aktiv ist,

in leichtverständlicher Sprache über die richtige Entfernung von Zecken und informierte über die Krankheiten

Frühsommer-Meningo-Enzephalitis  (FSME) und Borreliose.

Weltweit existieren 850 Zeckenarten. In unserer Region ist der Holzbock am stärksten verbreitet.

Auch die Populationen der Auwaldzecke nimmt zu.

Die Tiere, deren Entwicklungszyklus  durchschnittlich zwei bis sechs Jahre beträgt, können sich nach einem Stich

um das 200-fache vergrößern.
Besonders wohl fühlen sich Zecken in Wiesen, Gebüschen und im Unterholz des Waldes.

Gegen die Meningitis kann man sich impfen lassen, gegen Borreliose nicht. Die Krankheit zeigt vielfältige Erscheinungsformen, wird oftmals zu spät festgestellt und kann dann chronisch werden.

"Die Symptome sind so unterschiedlich wie die Erscheinung eines Chamäleons", beschrieb
Gebauer die Schwierigkeiten einer gezielten Diagnose.

Einzig typisches Kennzeichen ist ein auf der Haut wandernder roter Ring mit einem weißen Zentrum.

Alle anderen Symptome weisen auch gewöhnliche Infektionskrankheiten auf.

Während der FSME-Virus bereits durch den Stich der Zecke über denSpeichel in deren Zangen übertragen werden kann, befindet sich der bei Wildtieren aufgenommene Borreliose-Erreger im Darm des Tieres.

"Der Stechapparat ist nicht schraubenförmig. Deshalb macht ein Herausdrehen der Köpfe überhaupt keinen Sinn.

Die Tiere sollten mit einer Pinzette oder einer Zange gerade herausgezogen werden und dabei auf deren Unversehrtheit geachtet werden", betonte Gebauer.

"Zerdrückt man die Körper, gelangt der Erregerstoff erst recht in die Wunde ".  Die landläufige Redensart von einem Zeckenbiss sei ebenso unzutreffend, da die Tiere stechen und nicht beißen.

Als vorbeugende Maßnahmen bei Ausflügen in die Natur empfahl die Heilpraktikerin, geschlossenes Schuhwerk, lange Hosen und möglichst helle Kleidung zu tragen.

Die Tiere sind orientierungslos

Bei der Rückkehr ist eine intensive Absuche der Hautoberflächen sehr wichtig. "Zecken haben eine geringe Sehstärke und müssen sich daher immer erst orientieren. Man hat gewöhnlich genug Zeit, sie aufzuspüren", erklärte Gebauer. Eine zeitnahe Kontrolle und gegebenenfalls nötige Entfernung sei aber in jedem Fall ratsam.

Die früher empfohlene Verwendung von Ölen oder gar Klebstoffen ist
nicht dienlich. Um ihre Ausführungen über Anatomie und Lebensweise der Kleintiere zu veranschaulichen, brachte die Referentin im Lorscher Wald gesammelte Zecken mit.
Die Zuhörer konnten die auf einem Grashalm in einem kleinen Glasröhrchen sitzenden lebendigen achtbeinigen Spinnentiere mit der Lupe betrachten.

Auch die verschiedenen Utensilien zur Entfernung der Zecken nach einem Stich wurden vorgestellt. Besonders empfehlenswert ist eine Pinzette.

Dass die Zecken manche Menschen stärker befallen als andere, hängt mit den unterschiedlichen Ausdünstungen zusammen, die die Tiere sehr genau wahrnehmen. Diese können mit der Einnahme bestimmter homöopathischer
Mittel beeinflusst werden.

 
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