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Rückblick Blutspende

23. Oktober 2015

Vor kurzem lud die DRK-Ortsvereinigung Lorsch zur Blutspende in die Nibelungenhalle ein. Zwischen 15 und 20 Uhr ließen sich die Spender anzapfen. Bei dem Termin konnten 173 Blutkonserven gewonnen werden, davon waren 16 Erstspender, informierte Günter Diehl vom Roten Kreuz in Lorsch. Im Sommer waren es deutlich weniger - und deshalb bewerten die Aktiven den Oktobertermin entsprechend positiv.

Vom Lorscher DRK waren 25 Personen und weitere ehrenamtliche Mitarbeiter sowie der Blutspendedienst des Roten Kreuzes selbst mit Ärzten im Einsatz. Beim DRK sind immer zusätzliche ehrenamtliche Helfer willkommen, die bei solchen Terminen unterstützen.

Gab es bei dem Termin auch Ehrungen?

Natürlich. Die Blutspende bleibt ein wichtiges Thema. Ein besonderer Dank des DRK Lorsch ging deshalb speziell an die Spender, die bereits mehrfach Blut gespendet haben. Geehrt wurden Sandra Kuhnt (10. Spende), Jan Oliver Steffan (25. Spende), Jens Reibold (50. Spende) sowie Winfried Fischer und Jennifer Eisenhauer, die zum 75. Mal gespendet haben.

Kann jeder Mensch Blut spenden?

Nicht ganz. Spenden kann jeder gesunde Bürger im Alter zwischen 18 und 72 Jahren. Vor der Entnahme steht die ärztliche Untersuchung. Inklusive aller Formalitäten investiert der Spender etwa eine Stunde. 60 Minuten, die anderen schon in Kürze das Leben retten können. Wichtig zu wissen ist, dass potenzielle Spender immer auch den Personalausweis als Legitimation vorzeigen müssen. Personen, die die Blutgruppe Null negativ haben, sind übrigens die optimalen Spender. Natürlich werden auch alle anderen Spender gebraucht.

Was passierte mit dem Blut der Lorscher nach der Spende?

Jeder Beutel erhält sofort eine Codierung und sie werden unmittelbar danach, spätestens einen Tag nach der Spende, zur Laboruntersuchung gebracht. Darauf folgt der Transport zur Blutspendezentrale Frankfurt. Gerade gespendetes Blut bleibt aber oft nicht lange dort - eine große Menge wird schon zeitnah zur Einlagerung von Kliniken abgenommen.

Wo werden die Blutkonserven eingesetzt?

Hat eine Klinik aus der Region unmittelbar nach dem Spendetermin eine größere Operation geplant, dann geht das benötigte Blut sogar direkt vom Labor zur Klinik. Ein Fall, der häufiger eintritt, als man denken mag. Besonders bei Transplantationen und einigen Herzoperationen spielen sowohl die Zeit, die durch den Wegfall der Zwischenlagerung wegfällt, als auch das Alter der Blutkonserve eine wichtige Rolle. Der Blutspendedienst des DRK fährt regelmäßig die Krankenhäuser der Region an und füllt die Reserven auf. Im Normalfall mehrmals pro Woche. Nicht selten kommt das gespendete Blut sogar in der jeweiligen Region zum Einsatz, um lange Transportwege zu vermeiden.

Wie hoch ist das Risiko, sich bei einer Transfusion zu infizieren?

Manch ein Empfänger fürchtet das Risiko, durch Fremdblut mit HIV oder Hepatitis infiziert zu werden. Laut Robert-Koch-Institut ist die Wahrscheinlichkeit dafür in Deutschland allerdings extrem gering.

Benötigen nur Unfallopfer Bluttransfusionen?

Nein, das kann jeden treffen. Unfall, Krankheit, Verletzung - und spätestens dann werden dringend Blutpräparate benötigt. Vielen Menschen wird erst dann klar, wie wichtig das Blutspenden und die damit gewonnenen Blutvorräte sind. Oft denkt man, dass Blut vor allem für Unfallopfer benötigt wird. Doch das Spektrum ist viel größer: Krebspatienten, Organtransplantationen, Leukämiepatienten und auch die Pharmaindustrie sind auf Blutkonserven und Spender angewiesen.

Gibt es andere Möglichkeiten als gespendete Blutkonserven?

Bei Motorradunfällen kann es durchaus sein, dass der Verunglückte nahezu sechs Liter Blut verliert. Das ist in etwa die Menge, die er als Gesamtmenge in seinem Körper hat. In der Medizin wird es deswegen immer wichtiger, Wundblut aufzufangen, zu reinigen und dem Patienten wieder zuzuführen, um die Menge an Konserven nicht komplett auszureizen.

(Bericht vom BA 28.10.2015)

 
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